|
Empfindlicher Rückschlag für die Panthers |
Das Auswärtsspiel beim Tabellenelften, den KIT SC Gequos aus Karlsruhe, hatte für die Wiha Panthers VS Schlüsselcharakter. Die verdiente 101:88-Niederlage bedeutet daher einen herben Rückschlag im Abstiegskampf. Der Gegner, für den die Saison bislang ebenfalls wenig zufriedenstellend verlief, hatte ab dem zweiten Viertel wenig Mühe, das Spiel für sich zu entscheiden.
Dabei hatten die Panthers, die mit José Asensio Lopez in der Starting Five begannen, einen guten Start in die Partie. Gerade der Spanier war einer der Lichtblicke im Panthers-Team. So lief gerade offensiv in der Anfangsphase einiges gut bei den Raubkatzen, die insbesondere durch Nils Mühlenfeld und Milos Varagic konsequent den Weg zum Korb suchten. Das Problem des Abends wurde aber bereits zu Beginn deutlich: in der Verteidigung fehlte den Panthers als Kollektiv die Ordnung und individuell die Cleverness.
Karlsruhe kam zunächst viel durch die Zone, angetrieben vom quirligen Aufbauspieler Michael Baumer (20 Pkt), der zu den herausragenden Akteuren der Gequos zählte. Die Panthers sanken in der Folge zu weit ab, so dass die Gequos ihre beste Waffe auspacken konnten: mit 13 von 26 Dreiern wiesen die Karlsruher eine erstklassige Quote auf, was zum einen auf die Künste der Schützen – insbesondere Benjamin Frisch (3 von 3) und Peter Schmidt (3 von 4) – zurückzuführen war, zum anderen aber auch auf eine schläfrige Defense, die sich insgesamt zu unbeweglich zeigte.
Ganz besonders bitter war die Tatsache, dass bei 4 (!) erfolgreichen Dreiern der Gequos abseits des Balles ein Foul im Spiel war, so dass Karlsruhe in Ballbesitz blieb. Auf diese Weise kamen die Gequos beim Stand von 35:30 zu einem Sechs-Punkt-Spiel auf 41:30. Dies stellte eine kleine Vorentscheidung dar.
Offensiv schlichen sich bei den Panthers zudem wieder einfach Fehler ein. Korbleger wurden mit zunehmender Nervosität leichtfertig vergeben und in der Phase, als sich Karlsruhe absetzte, trafen die Panthers ihre freien Dreier gerade nicht. Von diesem Rückschlag konnten sich die Panthers, deren Spielanlage über weite Strecken gar nicht so schlecht war – einer der wenigen Lichtblicke – nicht mehr erholen, so dass die Gequos den Sieg locker nach Hause brachten und sogar die Trickkiste auspacken konnten, so dass insbesondere Elnis Prasovic gegen sein Ex-Team ein paar Highlights setzen konnte.
Unter dem Strich bleibt eine enttäuschende Leistung der Panthers, da auf Grund der Voraussetzungen mehr drin gewesen wäre. Es wird nun gelten, sich nach diesem Frusterlebnis wieder zu sammeln und sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Die zentrale Lehre aus dem Spiel lautet: Aus dieser Situation kommt man nur gemeinsam als Team heraus. Hier sind nun alle Beteiligten gefragt.
Für die Panthers spielten: Aaron Ellis (22 Punkte / 3 Rebounds / 1 Assist), Jamal Anene (17/6/0), Milan Obradovic (12/2/4), Milos Varagic (12/2/2), Tomislav Topic (9/3/0), Nils Mühlenfeld (7/5/2), Ronny Weihmann (5/0/2), Julian Sharma (4/3/0), José Asensio Lopez (0/1/0), Daniel Piovano (0/0/0).
Matthias Busse Pressesprecher Wiha Panthers VS |
|
BV-Teams feiern hohe Siege |
|
Basketball Bezirksliga WEST Herren:
BV Villingen-Schwenningen II – ESV Südstern Singen 106 : 64
Zum erwartenden hohen Kantersieg kam es in der Bezirksliga der Herren beim Spiel des Basketballvereins Villingen-Schwenningen gegen die Mannschaft vom ESV Südstern Singen. Schon in den ersten Minuten zeigten die Doppelstädter schöne Fast-Breaks, gelungene Spielzüge und waren den, im Abschluss schon erschreckend schwachen Spielern aus der Hohentwielstadt, in allen Belangen deutlich überlegen. Überhaupt gelang den Gegnern bis zur Halbzeitpause nur Treffer von der Freiwurflinie, dabei wurden einige 100%tige Chancen liegengelassen. So konnte auch ein munteres Wechseln vom Trainergespann Christos Dereklis/Josip Brkic die Spiellaune der Heimmannschaft nicht ernsthaft unterbinden – allein die etwas kleinliche Auslegung der Schiedsrichter bezüglich der Verteidigungsfouls störte die gelungene Vorstellung. Damit haben sich die zweiten Herren hoffentlich wieder in Form gespielt, denn mit den kommenden Gegnern warten deutlich schwerere Aufgaben auf die Spieler. Da sich auch der erste Verfolger Konstanz schon einige unerwartete Niederlagen geleistet hat, ist die Hoffnung auf den zweiten Platz und damit auf die Chance mit Hilfe der Relegation in die Landesliga aufsteigen zu können, noch nicht ganz aufgegeben worden.
Für die Baskets VS waren im Einsatz: Robin Barisic, Aleksej Bogomolov, Sergej Bogomolov, Vladimir Jelic, Kevin Joas, Viktor Kaufmann, Sascha Mauch, Luka Milutin, Benjamin Naggay, Dominique Piovano.
Basketball Landesliga Damen:
BV Villingen-Schwenningen – SV 03 Tübingen 58 : 21
Nachdem Trainer Jan von Berg am Samstag nur sieben Spielerinnen zur Verfügung standen, gab es von Anfang an ein Problem auf der Centerposition. Doch die Damen aus VS begannen wieder einmal übernervös und wollten sofort einen Vorsprung erzwingen, zwar stand die Defense sicher, so ließ man im ersten Viertel überhaupt nur einen Korb des Gegners zu, doch in der Offensive wurden viele Möglichkeiten einfach vergeben und so kam man selbst nur auf 13 Punkte. Trainer Jan von Berg verbrauchte trotz des Vorsprungs beide Auszeiten bereits frühzeitig, aber mit fortschreitender Spieldauer wurden die Spielerinnen lockerer. Nun fanden auch mehr Würfe das Ziel und man hätte den Vorsprung noch weiter ausbauen können, wenn nicht einige Fast-Break-Versuche im Aus gelandet wären. Mit diesem Vorsprung im Rücken wechselte der Trainer nun munter durch und auch der frühe Ausfall von Susanne Schmidt, die mit ihrem fünften persönlichen Foul auf die Bank musste, konnte das Team locker wegstecken. Anja Elbers konnte mit ihrer Defense überzeugen und die Gegner verzweifeln lassen, doch in der Offensive taten die Baskets-Damen nicht mehr als nötig. Die Tabellenletzen aus Tübingen, die mit einer Notbesetzung angereist waren, wurden ihrer Rolle gerecht und es war allein Hanna Höger, die mit 3 Dreiern, mehr als 4 Punkte erzielen konnte. Die zweite Halbzeit nutzte der Trainer aus, um verschiedene Verteidigungsvarianten zu testen und so wurde eine 3-2-Zone ebenso umgesetzt, wie eine reine Mannverteidigung übers ganze Feld. Am Ende gewann man souverän und verdient mit 58:21 Punkten.
Für die Baskets VS waren im Einsatz: Anja Elbers (6 Punkte), Amanda Fleck (2), Birgit Mädge (12, davon 1 Dreier), Yasmina Naggay (8), Judith Rieble (6), Christine Schell-Deking (15) und Susanne Schmidt (9).
U16m Landesliga:
BV Villingen-Schwenningen – SV 03 Tübingen II 105 : 42
U12 Endrunde Bezirksliga WEST:
BV Villingen-Schwenningen – SV Böblingen I 60 : 45
BV Villingen-Schwenningen – TV Konstanz 23:86 |
|
|
Eine Halbzeit lang mitgehalten |
|
Ein Derby setzt ungeahnte Kräfte frei und gelegentlich haben Derbys ihre eigenen Gesetze. Auf dem Papier waren die Wiha Panthers VS als Tabellenvorletzter gegen die HolidayCheck Baskets Konstanz klarer Außenseiter. Zumindest aber im ersten Durchgang fühlte man sich in frühere Zeiten versetzt, als die Panthers mit den Baskets vom Bodensee auf Augenhöhe kämpften. Am Ende setzte sich die Klasse des Favoriten aber deutlich durch, den Panthers bleibt aber die Erkenntnis, spielerische Forstschritte gemacht zu haben.
Nach starkem Beginn der Gäste (12:4-Führung) hatten die Panthers gut ins Spiel gefunden. Milan Obradovic setzte in der Spielmacherrolle Akzente und Milos Varagic (mit 17 Punkten bester Werfer) übernahm Verantwortung. Die Angriffe wurden gut ausgespielt, der Ball nicht bloß alibimäßig hin und her gepasst und der Korb wurde agressiv attackiert, so dass entweder der Durchbruch gelang oder freie Würfe kreiert werden konnten. Unter dem Korb machte Julian Sharma erneut ein gutes Spiel gegen den bärenstarken Robinson Louisme, auch José Asensio Lopez wusste zu überzeugen und erledigte seine Aufgaben bravourös.
Insgesamt ließ sich die Defense erneut gut an, vor allem Oumar Sylla wurde besser verteidigt als im Hinspiel. Über die gesamte Spieldauer nicht in den Griff zu bekommen war Frederik Henningsen, der sowohl einen guten Wurf als auch erstklassigen Drive zum Korb bewies. Trotz allem konnten die Panthers zur Pause eine 37:34-Führung in die Kabine mitnehmen, die auch höher hätte ausfallen können, wenn sich die Panthers nicht in den letzten Sekunden zwei grobe Fehler geleistet hätten.
Nach der Pause zeigte der Favorit seine Muskeln. Physisch ist die Mannschaft von Marko Radulovic den meisten Teams der Liga überlegen, was sich auch in Schwenningen eindrucksvoll manifestierte. Die Baskets schalteten einen Gang hoch in der Intensität und hatten das Spiel der Panthers gut studiert. So wurden die Raubkatzen nervöser, was jedoch nicht entschuldigt, dass nun wieder überhastete Würfe genommen wurden und die gute spielerische Linie fast weggeblasen war. Insbesondere Aaron Ellis konnte an sein gutes Heimdebüt nicht anknüpfen und nahm zu viele unnötige Würfe. In der Defensive häuften sich die Fouls nun noch mehr, so dass die Panthers in arge Foulbelastung kamen, was die Gäste entscheidend davonziehen ließ.
Verglichen mit dem Hinspiel konnte eine deutliche Steigerung attestiert werden, letztendlich sind 20 Minuten auf hohem Niveau aber zu wenig, um aus dem Keller herauszukommen. Auf die Trainer Josip Brkic und Christos Dereklis kommt nun die Aufgabe zu, die guten Ansätze auszubauen und einen Rückfall in alte Muster zu verhindern. Baskets-Trainer Marko Radulovic hatte nach dem Spiel eher das Problem, die Euphorie in den eigenen Reihen zu bremsen. Er schaue von Spiel zu Spiel und nicht auf die Tabelle.
Ein Lob wurde beiderseits dem Publikum zu Teil. Sowohl die zahlreichen mitgereisten Gästefans als auch das zahlreich erschienene Heimpublikum sorgten für tolle Derbystimmung. „Vor so einer vollen Halle zu spielen, hat wieder Spaß gemacht", so Panthers-Geschäftsführer Frank Singer, die hofft, dass der positive Trend in den kommenden Wochen anhält.
Für die Panthers spielten: Milos Varagic (17 Punkte / 4 Rebounds / 0 Assists), Tomislav Topic (11/3/0), Aaron Ellis (9/10/1), José Asensio Lopez (6/5/0), Julian Sharma (6/3/1), Milan Obradovic (6/0/3), Ronny Weihmann (4/2/2), Nils Mühlenfeld (3/4/1), Daniel Piovano (0/0/1), Jamal Anene (0/0/0), Kevin Joas del Campo (0/0/0).
Matthias Busse Pressesprecher Wiha Panthers VS |
|
Panthers wollen den Rivalen ärgern |
|
Selten waren die Ausgangsbedingungen vor einem Derby so grundverschieden. Begegneten sich die Wiha Panthers VS und der Dauerrivale vom Bodensee, die HolidayCheck Baskets Konstanz, in den letzten Jahren stets auf Augenhöhe, so sind die Mannen vom See in diesem Jahr der Konkurrenz weit enteilt.
Der ewig junge Rivale vom Bodensee kommt zum traditionellen Südderby als Tabellenzweiter in die Deutenberghalle, und damit als großer Favorit. Im Hinspiel führte die Mannschaft des jungen Trainers Marko Radulovic die Panthers zeitweise vor. Kaum zu stoppen war dabei der malinesische Aufbauspieler Oumar Sylla (14,3 ppg), der mit 2,00 m der wohl längste Point Guard der Liga ist, wodurch er ständig Missmatches kreieren kann. Auch der Rest des Team ist Extraklasse: Frederik Henningsen zählt zu den besten Flügelspielern der Liga und kommt bislang auf stattliche 15,9 ppg. Bester Punktesammler ist aber Center Robinson Louisme mit 17,6 ppg, der ein Ausnahmekönner unter den Brettern ist. Nicht zu verachten sind auch die Power Forwards Eduard Foth und Hannes Osterwalder.
Für das Spiel gegen Schwenningen droht nun ausgerechnet Henningsen auszufallen, auch Louisme war unter der Woche angeschlagen. Allerdings kann kaum ein Team der Liga Ausfälle so auffangen wie die Baskets. Dank ihrer vorbildlichen Jugendarbeit haben die Baskets den wohl breitesten Kader der Liga und spielen die größte Rotation. So ist vor allem die Verteidigungsleistung der Konstanzer herausragend, das Team funktioniert als starkes Kollektiv.
Was also spricht für die Panthers? Zumindest eine deutliche Aufwärtstendenz war in den vergangenen Wochen zu verzeichnen. Das Team konnte zuletzt in Ruhe arbeiten und findet besser zusammen, vor allem das Selbstvertrauen der Spieler steigt, das Team ist nun schwerer auszurechnen. Nach dem Sieg gegen Saarlouis dürfte zudem eine gewisse Verspannung abgefallen sein. Zudem ist der frisch gebackene Vater Jamal Anene wieder an Bord.
„Wir wollen diesen Aufwind nun nutzen“, so Panthers-Geschäftsführer Frank Singer. Das Team habe unstreitig Potenzial und müsse nun weiter kämpfen und an sich glauben. Dies hatte bereits Trainer Josip Brkic nach dem Saarlouis-Spiel als Parole ausgegeben. „Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen“. An der Motivation sollte es im Derby auf jeden Fall nicht fehlen. Auch das Publikum wir das Möglichste tun, um das Team anzufeuern.
Auf den Rängen wird derweil hoher Besuch erwartet. Der Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder stattet den Panthers zusammen mit Mitgliedern der CDA (Christlich-demokratische Arbeitnehmerschaft), der Jungen Union und der CDU-Gemeinderatsfraktion einen Besuch ab, um sich vom Basketball und dem Verein im Speziellen ein Bild zu machen. Sicher wollen die Panthers hier einen guten Eindruck hinterlassen.
Zum guten Eindruck soll auch der Halbzeit-Act beitragen. Die Tanzgruppe N.I.P. („Nobody is perfect“) der TG Schwenningen wird tolle Choreographien bei ihrer HipHop-Tanzshow abliefern und das Event abrunden. Samstag, 20 Uhr, ist in der Deutenberghalle also Pflichttermin für alle Sportfreunde in VS.
Matthias Busse Pressesprecher Wiha Panthers VS |
|
Erster Heimsieg: Ganz Schwenningen atmet auf |
So lange haben sie darauf warten müssen. Im ersten Heimspiel des Jahres 2012 machten die Wiha Panthers VS gegen den TV 1872 Saarlouis ihren ersten Heimsieg perfekt. Die Lage im Kampf um den Klassenerhalt ist zwar nach wie vor schwierig, aber das lang ersehnte Erfolgserlebnis dürfte Schwung für die kommenden Aufgaben geben und löst vielleicht den Knoten.
Im Verlaufe des Spiels hätten aber nur die kühnsten Optimisten noch mit einem guten Ausgang gerechnet. Nach dem 2:0 zu Beginn der Partie lagen die Panthers fortan nur zurück. Bereits im ersten Viertel setzten sich die Saarländer sukzessive ab. Insbesondere Ricky Easterling war von den Panthers nie in den Griff zu bekommen, am Ende kam der US-Amerikaner auf 48 (!) Punkte und verwandelte 15 von 15 Freiwürfen. Neben ihm sorgte insbesondere Center Muharem Mujkanovic für große Sorgenfalten bei den Panthers. Schwenningen wurde von einem guten Aaron Ellis zunächst im Spiel gehalten, der Flügelspieler konnte aber nicht verhindern, dass die Gäste nach dem ersten Abschnitt mit 30:17 führten.
Zur Pause hielten die Saarländer den 13-Punkte-Vorsprung. Wurde die Panthers-Defense in Speyer noch zu Recht gelobt, so war das Defensivverhalten vor der Pause ein Rückfall in alte Zeiten, vor allem Konzentrationsfehler und schlechte Abstimmung sorgten dafür, dass der Vorsprung nicht schmolz. Von der Dreierlinie fiel erneut nichts, dafür zogen die Panthers entsprechend der Vorgabe des Trainerduos Brkic/Dereklis konsequenter zum Korb. Damit konnten die Gäste das ein ums andere Mal in Verlegenheit gebracht werden, zu viele einfache Fehler verhinderten indes, dass die Panthers verkürzen konnten.
Nach der Pause starteten die Raubkatzen deutlich engagierter. Positiv zu vermerken war, dass sich die Verantwortung nun auf mehrere Schultern verteilte. Julian Sharma verdiente sich hier ein Sonderlob. Der junge Center hielt gegen Mujkanovic stark dagegen, holte wichtige Rebounds und arbeitete auch offensiv gut unter dem Korb. Neben ihm punkteten sechs weitere Spieler regelmäßig, so dass die Panthers offensiv nicht mehr so leicht ausrechenbar waren. So kamen die Panthers zeitweise auf drei Punkte Rückstand heran, ehe Easterling einen Gang rauf schaltete und Saarlouis wieder ein 9-Punkte-Polster verschaffte.
Aber auch dem Superstar schwanden langsam die Kräfte. Sichtliches Zeichen hierfür war, dass er sich zu einer schauspielerischen Einlage hinreißen ließ. Dennoch blieb der TVS in Front, auch weil der Ex-Schwenninger Danny Rodriguez (10 Punkte) eine gute Partie ablieferte. Dass das Schwenninger Aufbäumen dieses Mal aber kein Strohfeuer blieb, war dem sechsten Mann zu verdanken. Die erfreulich große Kulisse in der Deutenberghalle (der „Orange-Day“ zeigte wohl Wirkung) ließ sich vom Feuer auf dem Feld anstecken. Milan Obradovic wurde im zweiten Durchgang mit drei Dreiern zu einem wichtigen Faktor, auch weil er seine Emotionen mit den Fans teilte und die Stimmung anheizte. So fühlte man sich an fast vergessene Erfolgstage erinnert.
Zwei Minuten vor Schluss brachte Julian Sharma die Panthers erstmals wieder in Führung. Entgegen sonstiger Gewohnheiten spielten die Schwenninger in dieser Phase nun abgeklärter und behielten auch die Uhr im Blick. Dennoch blieb es bis zur letzten Sekunde spannend, als Muharem Mujkanovic noch einen Dreier versuchte und nur knapp scheiterte. Anschließend erfüllte die Halle großer Jubel und man durfte meinen, eine Meisterschaft sei gewonnen worden. Die ausgelassene Stimmung zeigte indes, welch großer Stein von den Herzen fiel. Vor allem die Chefetage um Frank Singer und Jens Dast zeigte sich erleichtert und hofft nun auf eine Wende zum Guten. Gleiches gilt für das Trainerduo Dereklis/Brkic: Dereklis blickte zurück und erklärte, es sei schwer gewesen angesichts der vielen personellen Umbrüche eine Linie zu finden. Die Truppe sei nun aber auf einem guten Weg und harmoniere immer besser. Brkic schaute voraus auf die Herkules-Aufgabe im Derby gegen Konstanz: „Wir wollen uns so gut wie möglich präsentieren und Konstanz möglichst gut Paroli bieten“. Sollte das Team den Schwung des Sieges mitnehmen und das Publikum wieder so kräftig mitziehen, dürfte das Derby zumindest nicht so niederschmetternd wie im Hinspiel ausfallen.
Für die Panthers spielten: Aaron Ellis (22 Punkte / 10 Rebounds / 1 Assist), Milan Obradovic (15/0/0), Milos Varagic (12/8/2), Nils Mühlenfeld (11/2/2), Ronny Weihmann (10/2/1), Tomislav Topic (9/5/0), Julian Sharma (6/10/4), José Asensio Lopez (0/2/0), Daniel Piovano, Kevin Joas del Campo (n.e.)
Matthias Busse Pressesprecher Wiha Panthers VS |
|
Ebenso wie für die Panthers ist auch für den TV Saarlouis die bisherige Saison alles andere als zufriedenstellend verlaufen. Zählten die Saarländer stets zu den Spitzenteams der Liga, müssen sie nun in dieser Saison mit dem unteren Mittelfeld Vorlieb nehmen. Was indes in dem Team steckt, zeigte man zuletzt beim Sieg über Tabellenführer Konstanz. Topstar der Truppe von Chris Cummings ist seit Jahren Ricky Easterling. Der US-Amerikaner ist mit weitem Vorsprung Topscorer der Liga (32,9 ppg). Scharfschütze Jimmy Lauter (12,6 ppg bei 34,2 % Dreierquote) sowie der starke Center Muharem Mujkanovic (13,9 ppg) sind weitere Offensivwaffen im Team. In der Breite fehlte es den Saarländern dagegen zuletzt an Offensivstärke. Gespannt darf man auf den Auftritt des Ex-Panthers Danny Rodriguez sein, der bei den Gästen im Aufbau den Taktstock schwingt und in der Deutenberghalle sicher voll motiviert zu Werke gehen wird. |
|
|
|
|