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Zum Meistertitel hat es leider nicht gereicht, dennoch können die Wiha Panthers VS mit ihrer Saisonleistung in der 2. Regionalliga Südwest/Süd sehr zufrieden sein. Lediglich dem erfahrenen und eingespielten Team der SG Heidelberg/Kirchheim, das sich in den entscheidenden Momenten konstanter erwies, mussten sich die Schwenninger Korbjäger geschlagen geben, die übrige Konkurrenz konnte man distanzieren, spielerisch steigerte sich das Team im Laufe der Saison, auch weil mit Bojko Pangarov und Tomas Janusauskas die richtigen Ergänzungen gefunden wurden.
Saisonhighlights:
Auch wenn es am Ende eine Niederlage setzte, war das Spiel gegen die SG Heidelberg/Kirchheim der Saisonhöhepunkt, seit Langem konnte die Deutenberghalle wieder gefüllt werden, mit gutem Event und tollem Publikum beeindruckte der Verein dadurch auch überregional. Beim 129:54 gegen Ludwigsburg stellten die Panthers einen neuen Vereinsrekord auf, letztlich aber auch wegen der schwachen Besetzung der Gäste. Spannend waren die Heimspiele gegen Fellbach und Schwäbisch Hall, die auch sportliche Klasse boten. Die Au swärtssiege in Leimen und Stuttgart waren weniger niveauvoll, aber Ausdruck dessen, dass die Panthers das "Kämpfen" wieder gelernt haben. Schließlich das emotionale Highlight war die Saisonabschlussfeier nach dem letzten Ligaspiel, bei dem die Panthers und ihre Fans gemeinsam feierten wie seit Jahren nicht.
Lehren aus der Saison:
Die wohl wichtigste Lehre aus der Saison ist, dass die Verantwortlichen gelernt haben, auf vergangene Fehler zu reagieren. Nach dem Abstieg aus der Pro B hatte man an der Kommandobrücke die falschen Schlüsse gezogen, was darin endete, am Saisonende durchgereicht zu werden. Vor der Saison verlief die Kaderzusammenstellung besser, aber auch die Betreuung des Teams während der Saison war cleverer durchorganisiert, mit der Folge, dass die externen Spieler sich wohler fühlten. Der Teamspirit war deutlich spürbar, gerade in knappen Situationen.
Sportlich die wichtigste Lehre dürfte sein, dass dem Spiel der Panthers ein klassischer Aufbauspieler gut getan hat. Kristian Borisov brachte wie kein Point Guard zuvor Struktur ins Schwenninger Spiel und verstand es zu punkten, wenn er gefragt war, aber seine Mitspieler einzusetzen, wenn es möglich war und machte dadurch Mitspieler und Team besser. Es zeigte sich ferner, dass ein spektakulärer Spieler wie Mensah Taylor gut für Stimmung und Publikum ist, ein solcher Spieler im Laufe der Saison aber auch Mannschaftsdienlichkeit lernen kann und so in vielen Spielen auch defensiv der Faktor wurde. Gezeigt hat sich zudem, dass zwei Trainer mehr sehen als einer. Das Duo Velcic/Bujukliev hat sich als guter Griff erwiesen.
Negative Lehre der Saison ist, dass die Disziplin und Nerven den Panthers in einigen Momenten einen Strich durch die Rechnung machten. Die Nerven versagten vor allem im Spitzenspiel und insbesondere von der Freiwurflinie, während Disziplinlosigkeiten, technische Fouls und Unkonzentriertheiten gerade in der Hinserie häufiger auftauchten und in Haiterbach im Januar auch eine bittere Niederlage nach sich zogen.
Ausblick:
Die Panthers sind wieder auf einem guten Wege. Aktuell muss man zwar damit rechnen, noch ein Jahr in der 2. Regionalliga verbringen zu müssen, aber die vergangene Saison hat ein Fundament gelegt, auf dem man wieder aufbauen kann. Waren die letzten Jahre von großem Kommen und Gehen geprägt, so soll diesmal der komplette Kader gehalten werden.Auf der Position vier könnte das Team ggf. noch verstärkt werden. Spielerisch hat sich das Team im Laufe des Jahres weiterentwickelt und wirkt stabil, zeitweise wird auch spektakulär gespielt.
Wichtig ist auch die Entwicklung im Jugendbereich mit Erfolgen der U12 und U16. Kurzfristig müssen die eigenen Talente weiter einbezogen werden. Slawa Schultheiß spielte eine starke Vorrunde, nahm sich dann aus schulischen Gründen eine Auszeit. Ihn gilt es auf die kommende Saison gut vorzubereiten. Jonas Dast zeigte gute Ansätze und dürfte sukzessive weiter in die Rotation reinwachsen. Perspektivisch sollen aus der U16 Talente herangeführt werden.
Mit dem Kader kann das Ziel in der kommenden Spielzeit nur "Rückkehr in die 1. Regionalliga" heißen, dies ist den Verantwortlichen bewusst. Es wird sich zeigen, ob Team und Verantwortliche mit dem Druck umgehen können. Aktuell darf man aber optimistisch an die Aufgabe herangehen.
Fazit:
Vor der Saison lautete mein Ziel: Endlich wieder begeistern. Lieber Dritter werden und wieder Zuschauer anlocken als Meister zu werden, ohne dass es jemand mitbekommt. Der Stimmungsumschwung ist geglückt, die Halle wieder besser gefüllt, die Fans zufrieden, die Mannschaft fühlt sich in ihrer Deutenberghalle wohl. Das wesentliche Saisonziel ist erreicht. Dies sollte Ansporn und Motivtion für die neue Runde sein.
Matthias Busse Pressesprecher Wiha Panthers VS |